Master-Fernstudiengang Architektur und Umwelt
für Architekten und Planer angrenzender Fachgebiete

       
Grundlagen • Teilkonzepte • Gesamtkonzepte • Projektbearbeitung
 


Vom Baustoff zur Ecopolis und zurück:
Der interuniversitäre Masterstudiengang „
Architektur und Umwelt

Der Masterstudiengang startet zum Herbst 2006 mit einem ganzheitlichen Konzept. Bisher hat ökologisches Bauen vielfach und dennoch nur punktuell Eingang in die Arbeit der Architekten und Baufachleute gefunden und wird meist mit Begriffen wie Gründach, Naturbaustoffen, Niedrigenergiegebäude o. ä. assoziiert. Es wird oftmals auf herkömmliche Lösungen draufgesattelt oder als Sonderweg deklariert. Der Studiengang geht das Thema in zwei wesentlichen Punkten anders an:

Erstens: Zukünftiges Bauen ist immer ökologisch basiert, wenn es dem Anspruch auf Nachhaltigkeit und langfristige Qualität für die Menschen wie auch die Umwelt genügen soll und daraus folgt zweitens: Nur mit einer Gesamtsicht in Gesamtkonzepten auf der breiten Grundlage des Bauens lässt sich diese Aufgabe bewältigen. Die komplexe Arbeitsweise hierzu muss allerdings auf vielen Ebenen im Gesamten sowie im Detail theoretisch und an prakti-schen Projekten erlernt werden.


Der Studiengang wurde in den vergangenen zwei Jahren vom Lehrstuhl „Grundlagen des Ökologischen Bauens“ der Fakultät Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt – einer Stiftungsprofessur der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Organisiert wird er von der WINGS GmbH, der Wismar International Graduation Service GmbH als kombinierter Fern- und Präsenzstudiengang. Die Teilnehmer müssen eine mindestens einjährige Berufpraxis aufweisen. Es werden Studiengebühren zur Finanzierung erhoben.

Der Einstieg in das Thema erfolgt zunächst nicht über das Bauen selbst, erst müssen die allgemeinen Grundlagen gelegt werden: Wie funktionieren Ökosysteme, wie nachhaltige technische Kreisläufe? Mit welchem Ansatz kann ich sie verstehen, ohne ausgebildeter Biologe oder Naturwissenschaftler zu sein, und wie kann Bauplanung auf diesen Erkenntnissen aufgebaut werden? Der Einstieg in das Planen und Bauen erfolgt danach mit den Grundlagen des ökologischen Bauens, seiner Problematik und Fragestellungen und der systematischen Darstellung der vielen Ansätze und noch vielfältigeren Lösungen.

Der Hauptteil des Studiengangs behandelt die Fachbreite des Architektenberufes und angrenzender Berufe jeweils unter dem Blickwinkel der Umweltbelange: Entwerfen und Konstruktion, Bauphysik und Gebäudetechnik, Baustoffe und Schadstoffe, Wasser und Landschaft sowie den Städtebau. Die Klammer für alle Fächer bildet das Fach „Ökologisches Bauen“. Aufbauend auf dem Grundwissen werden Analysen, Leitbilder und Leitziele sowie Zielgrößen entwickelt – jeweils für Teilgebiete wie Energie, Wasser, Baustoffe und Schadstoffe, Freiraum, Mobilität, Soziokultur und Ökonomie. Mit welchen Mitteln können die Ziele erreicht und wie können sie bewertet werden? Wie können Sie unter einem gemeinsamen Dach zu einem Gesamtkonzept vernetzt werden? Eine Methodik und Systematik hierfür wird entwickelt, um aus der bisherigen punktuellen Vorgehensweise vieler ökologischer Ansätze herauszukommen.

Für die ökologischen Konzepte wird weniger die einzelne richtige Lösung gesucht, vielmehr sind Handwerkszeug, Techniken und Denkweisen zu erlernen und kreativ einzusetzen, zunächst für das Gebäude und sein Umfeld und dann für den gesamten Stadtraum. In diesen beiden Feldern werden Projekte vorzugsweise in kleineren Gruppen erarbeitet. Die Masterthesis schließlich beschäftigt sich mit einem ökologischen Konzept für den Stadtraum, das planerisch umgesetzt und exemplarisch auch auf der Gebäudeebene bis herunter zum Baustoff verfolgt wird.

Eine teilweise virtuelle Universität wird mit dem Studiengang in der interuniversitären Rekrutierung der Lehrenden und bei der Handhabung der Inhalte über das Internetsystem ECOBINE gebildet. Die Lehrenden sind Pioniere auf dem Gebiet. Sie haben über viele Jahre Grundlagen auf dem Gebiet gelegt und sie in vielen nationalen und internationalen Projekten umgesetzt. Sie lehren und forschen an unterschiedlichen Universitäten und Hochschulen wie an der Bauhaus-Universität Weimar, den Technischen Universitäten in Berlin, Hamburg-Harburg und München, den Hochschulen in Kiel und Wismar, arbeiten in ihren Architektur- und Ingenieurbüros oder an Umwelt-Institutionen. Die meisten Inhalte werden über das Internetsystem ECOBINE (Ecological Building Net – www.ecobine.de) zur Verfügung gestellt. Auf sie kann schnell, gezielt und ortsunabhängig zugegriffen werden.

Die Anerkennung des Studiengangs als Fortbildung für Architekten durch die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern ist auf den Weg gebracht. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem Studiengang können ausgebaut werden: In Zusatzkursen kann der Abschluss „Energieberater“ und „Ökologischer Baustoffberater“ erworben werden.

Bauen wird in dem Studiengang nicht neu definiert, sein Reiz und seine Vielfalt werden nicht in Frage gestellt; die Umweltanforderungen geben ihm jedoch einen neuen Rahmen, der kreativ mit neuen Lösungen für die Menschen und die Umwelt ausgefüllt wird. Erste Informationen hierzu gibt auch das Buch „Ökologisches Bauen – Von Grundlagen zu Gesamtkonzepten“ (Hg.: D. Glücklich, DVA München).



 

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